Baudenkmal Löwen

Über das Objekt

Die Geschichte des Gasthaus Löwen reicht bis ins 16. Jahrhundert. Über die Jahrhunderte wurde das herrschaftliche Haus im baden-württembergischen Rot immer wieder verändert und erweitert.

Heute ist das Gebäude als Teil der ehemaligen Prämonstratenser-Reichsabtei Mönchsroth Baudenkmal von nationalem Rang. Nun sollte es nach dem ursprünglichen Hauptkonzept aus dem Jahr 1695 umgebaut werden: Sieben flexibel nutzbare Wohneinheiten und eine Arztpraxis auf 4 Geschossen.

Architekt

JaKo Denkmalpflege GmbH

Bereich

Wohnen

Ausführung

2017

Ort

Rot an der Rot

© JaKo Denkmalpflege GmbH

Die Aufgabe: Heller und komfortabler Wohnraum im 2. Dachgeschoss

Trotz der historischen Bausubstanz sollten die Räume modernste Standards erfüllen: qualitativ hochwertig, barrierefrei und unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte. Natürlich mussten der gesamte Umbau denkmalgerecht erfolgen.

Neben dem Einbau eines Fahrstuhls war der neue Dachausbau eine besondere Herausforderung. Während im Dachgeschoss 1 vorhandene Gauben Tageslicht spendeten, waren im darüberliegende Spitzboden nur Dachflächenfenster möglich – und das unter strengen Denkmalschutzauflagen.

Die Lösung: maßgeschneiderte Dachflächenfenster mit denkmalgerechten Sonnenschutzlamellen

Die Verantwortlichen von JaKo Baudenkmalpflege entschieden sich für die Zusammenarbeit mit Baier. In dem Metallbauexperten fanden die Spezialisten für Restaurierung einen idealen Partner.

Baier zeichnet sich nicht nur durch großes Know-how im Bereich Dachflächenfenster und baulichen Sonnenschutz aus, sondern auch durch ein hohes Maß an architektonischem Verständnis und Kreativität bei der Entwicklung von objektspezifischen Lösungen.

Für die Dachsanierung des historischen Gasthauses konnte Baier seine Kernkompetenzen kombinieren, die das Unternehmen bereits an zahlreichen Referenzobjekten unter Beweis gestellt hat. Zudem passten die hohen qualitativen Maßstäbe beider Unternehmen überein.

Insgesamt lieferte und montierte Baier zehn maßgeschneiderte Dachflächenfenster inklusive starrer Sonnenschutzlamellen. Die Dachflächenfenster aus Holz sind auf der Außenseite mit einer Metallverkleidung in RAL 8002 signalbraun versehen. Sie passt farblich gut zu der historischen Biber-Dacheindeckung. Die Einbaurahmen wurde tiefergelegt und so ebenfalls an die historische Eindeckung angepasst.

© JaKo Denkmalpflege GmbH

Moderner Sonnenschutz für historische Ansicht

Baier ergänzte die Dachfenster zusätzlich um jeweils eine Verschattung mit 8 starren Z-Lamellen aus gekantetem Blech – ebenfalls im Farbton RAL 8002. Der Sonnenschutz hat gleich zwei Funktionen:

  • Durch die farblich angeglichenen Lamellen verschmelzen die Dachflächenfenster mit der Dacheindeckung. So war es möglich trotz der Auflagen der Denkmalschutzbehörde die dahinterliegenden Innenräume mit viel Tageslicht aufzuwerten.
  • Gleichzeitig verhindert der außenliegende Sonnenschutz ein Aufheizen der Dachgeschosswohnungen bei hohem Sonnenstand und damit ein energieaufwendiges Kühlen. Die tiefstehendere Wintersonne gelangt hingegen in die Räume und unterstützt als passive Wärmequelle die Beheizung in der kalten Jahreszeit.

Ausgezeichnetes Fingerspitzengefühl statt Finger weg

Viele lassen die Finger von der Sanierung oder dem Umbau eines denkmalgeschützten Gebäudes – und vertun so oft große Chancen. Dank der durchdachten Bauteile von Baier konnten die Baudenkmalpfleger auch im Spitzboden des ehemaligen Gasthofs Löwen hochwertiger Wohnraum realisieren – hell, modern und energetisch bewusst. Das überzeugte auch die Jury des Rudolf Müller Sanierungspreises. Sie zeichneten das Objekt mit dem Preis 2019 in der Kategorie Bauwerkserhaltung aus.

Auch die Entscheider von JaKo Baudenkmalpflege waren von dem Erfolg überzeugt und haben zusammen mit Baier noch weitere Denkmalschutzprojekte realisiert. Wenn auch Sie in eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Baier starten wollen, kontaktieren Sie uns. Wie beraten Sie gerne.

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