Golfresort Heitlinger

Über das Objekt

Das neue Clubhaus des Heitlinger Golfclubs komplettierte eine 10-jährige Entwicklungsgeschichte. Von 2009 bis 2018 entstanden hier mit zwei Weingütern, einem Hotel, einer Vinothek und dem Neubau des Clubhauses die Heitlinger Genusswelten. Sie pflegen das, was der Kraichgau im Überfluss zu bieten hat: Weite, grüne Landschaft und Sonne.

Doch was dem Wein sowie den Genuss- und Erholungssuchenden guttut, ist für die Architektur nicht immer richtig. Eine zu starke Sonneneinstrahlung kann die Innenräume unangenehm aufheizen. Sie müssen dann mit großem Energieaufwand gekühlt werden.

Architekt

Christine Jacklin und Michael Knich

Bereich

Sport, Kultur & Freizeit

Ausführung

2018

Ort

Östringen

Starrer Sonnenschutz trifft auf sportlichen Anspruch

Das neue Clubhaus des Golfclub Heitlinger sollte möglichst offen und transparent sein – einen weiten Blick auf den 18-Loch-Meisterschaftsplatz und die umgebenden Weinberge bieten. Dafür wurde ein langestrecktes zweigeschossiges Gebäude konzipiert. Weißverputzte Fassadenflächen wechseln sich mit großen Glasfronten.

Die Aufgabe: Die lichtdurchfluteten Innenräume des Golfclubs vor Sonne schützen

Das Erdgeschoss ist deutlich größer als das Obergeschoss und beherbergt ein Restaurant, Veranstaltungsräume und die Verwaltung des Golfclubs. Im OG befinden sich Umkleiden, Wellness- und Fitnessräume. Beide Geschosse werden durch eine zweigeschossige Eingangshalle miteinander verbunden.

Besonders im Bereich der Gastronomie spendet eine auskragende Deckenplatte im EG Schatten. Sie wird im OG als Dachterrasse genutzt. Die verputzte Brüstung unterstreicht als weißes Band die horizontale Ausrichtung des Gebäudes. Rücksprünge in der Glasfassade schaffen zusätzliche geschützte Außenbereiche. Doch was ist mit den Räumen ohne Dachüberstand und im OG mit Flachdach?

Think big – auch beim Sonnenschutz

Es handelt sich um einen horizontal auskragenden Sonnenschutz mit starren Alulamellen oberhalb der Glasfronten. Entsprechend dem repräsentativen Anspruch des Gebäudes, hat auch der Sonnenschutz stattliche Ausmaße.

Baier konzipierte, fertigte und montierte drei großformatige Sonnenschutzanlagen mit 25,5 Metern, 25,9 Metern und 29 Metern Länge. Jede Anlage besteht aus 7 schrägstehenden Ellipsenlamellen mit den Abmessungen 205 x 38 mm. Sie sind jeweils an der Stirnseite mittels Schwerter fest montiert, die 1,5 Meter auskragen. Die Anlagen selbst ist über die Schwerter am Rohbau befestigt.

In Anlehnung an das Farbkonzept der Fassade sind die Schwerter dunkel, die Lamellen hell beschichtet. Eine vertikale, ebenfalls dunkel beschichtete Blende bildet jeweils den Abschluss der starren Sonnenschutzanlagen.

Ecklösung für kühle Köpfe

Zwei der Sonnenschutzanlagen haben ein besonderes Detail, bei dem Baier sein ganzes Können in die Waagschale werfen konnte: Die schrägstehenden Lamellen werden im 90° Winkel auf Gehrung um die Ecke geführt. Baier setzte bei jeder Lamelle einen komplexen Schifterschnitt und montierte sie an einem im 45° Winkel auskragenden Schwert.

Die Größe der Lamellen lässt keinen Fehler zu – jede Ungenauigkeit führt zwangsläufig zu einem unstimmigen Bild. Doch Baier meisterte die Aufgabe mit Bravour und absoluter Präzision, sodass die Sonnenschutzanlagen dem hohen architektonischen Anspruch nicht nur gerecht werden, sondern ihn unterstützen.

Wenn auch Sie beim Thema Sonnenschutz trotz sportlicher Ansprüche einen kühlen Kopf bewahren wollen, rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.

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