Jugendhaus Red Cube

Über das Objekt

Wer jugendliche Kinder Zuhause hat oder hatte, weiß: Es ist nicht immer eine leichte Zeit – mal laut und lustig, mal zurückgezogen. Freunde werden immer wichtiger und der Versuch, sich der elterlichen Kontrolle zu entziehen, kann zu Konflikten führen. Gut, wenn es in dieser Zeit Orte gibt, die Freiheit schnuppern lassen – aber dennoch einen sicheren Rahmen bieten.

Architekt

Lehmann & Partner GmbH

Bereich

Sport, Kultur & Freizeit

Ausführung

2017

Bauherr

Jugendhaus Seebach

Ort

Seebach

Die Aufgabe: Ein auffälliges Gebäude mit introvertiertem Charakter

Die Gemeinde Seebach südöstlich der Wartburgstadt Eisenach wollte ein Angebot zur Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendlichen in der Region schaffen. Ein Jugendhaus, in dem sich getroffen und gemeinsam Sport gemacht, kreativ gearbeitet, gekocht und gebacken oder einfach nur gemeinsam Zeit verbracht werden kann. Offen für alle – und dennoch für sich.

Der Standort war schon einmal perfekt: etwas außerhalb des Ortes mitten zwischen grünen Wiesen mit viel Platz für Aktivitäten, die ruhig auch mal lauter werden können.

Doch wie sieht eine Architektur aus, die gleichzeitig ein Signal sein soll und einen geschützten Raum bieten möchte?

Die Lösung: Ein roter Würfel mit faltbarer Fassade dank Schiebefaltladen

Das Team des Architekturbüros Lehmann und Partner entschied sich, die Kontraste bewusst zu betonen und setzte einen geradlinigen und signalrot verkleideten Kubus mitten in die grüne Umgebung.

Das selbstbewusste Gebäude macht neugierig und zeigt deutlich: Hier bin ich – hier findet etwas statt. Schwieriger war es, das Verhältnis von Offenheit und Rückzug in Balance zu bringen.

Statt offen und privat miteinander zu verbinden und so Abstriche hinnehmen zu müssen, entschieden sich die Planer für ein Entweder-oder: Alle Öffnungen – auch der Eingang – können durch Faltschiebeläden verschlossen werden, die wie die Fassade mit roten Faserzementplatten verkleidet sind.

Faltschiebeläden für selbstbestimmte Offenheit

Besonders der Eingangsbereich beeindruckt. Eine zweiteilige Faltschiebeanlage in der Fassadenebene verschließt einen kleinen Innenhof, zu dem sich die Innenräume mit einer Glasfassade öffnen. Bei geschlossenen Faltläden ist nur zu erahnen, dass sich hier etwas bewegen kann. Bei geöffneter Anlage entsteht eine einladende Eingangssituation.

Auch bei der Planung und Durchführung gingen die Architekten keine Kompromisse ein. Sie holten sich mit Baier einen Experten für Schiebefaltläden an ihre Seite. Das erfahrene Metallbauunternehmen plante und konstruierte die perfekte Faltschiebeanlage für die ungewöhnliche Eingangsgestaltung.

  • Die Anlage für den Eingangsbereich besteht aus zwei Teilen mit jeweils 6 großen Flügeln.
  • Sie sind wie die Fassade mit Eternitplatten in RAL7016 matt verkleidet.
  • Die Planer entschieden sich für den Faltladen Premium 70 mit einem schmalen Fugenbild. Das Fugenraster der Fassade und der Faltläden wurde perfekt von Baier und den Architekten aufeinander abgestimmt.
  • Das Öffnen und Schließen erfolgen asymmetrisch – erst die eine Seite, dann die andere. So wird eine Kollision in der Mitte vermieden, da sich die Anlage beim Öffnen auslängt.
  • Die Anlage läuft in einer von Baier schwarz eloxierten Laufschiene.
  •  Um auch bei widriger Witterung einen zuverlässigen Betrieb zu garantieren, ist die untere Führung mit einer Rinnenheizung ausgestattet.
  • Baier übernahm auch die Montage vor Ort und gewährleistete so, dass die Entwurfsidee perfekt umgesetzt wurde.

Eingangsbereich mit Faltschiebeläden

Faltschiebeläden vor dem Eingang – ist das nicht etwas riskant? Nicht, wenn man sich auf die Anlage zu 100 Prozent verlassen kann. Baier garantiert nicht nur eine besonders hohe Produktqualität und einen fachgerechten Einbau, sondern auch maßgeschneiderte Technik: Um auch bei widriger Witterung und ganzjährig einen zuverlässigen Betrieb zu garantieren, ist die untere Führung der beweglichen Faltschiebeläden mit einem Heizungsband, einer Rinnenheizung ausgestattet.

Übrigens ist nicht nur der Eingang mit Schiebefaltläden von Baier versehen. Auch alle Fenster können so fassadenbündig verschlossen werden. Dabei gingen die Architekten ebenso konsequent vor: Jedes Fenster ist mit einer zweiteiligen Anlage ausgestattet. Auch die Faltschiebeläden vor den Fenstern sind mit den Fassadenplatten verkleidet und fügen sich ins Fugenraster der Fassade ein.

Fazit: Baier macht Entwurfsidee möglich

Das Jugendhaus Red Cube war von Anfang an beliebt bei den Kindern und Jugendlichen der Gemeinde und darüber hinaus. Auch weil sie sich in dem Gebäude wiedererkennen. Dank der flexiblen Fassade mit Schiebefaltladen von Baier bietet es ihnen einen geschützten Rückzugsraum – nur um im nächsten Moment wieder offen und lebendig zu sein.

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