Kulturdenkmal Gasthaus zur Post

Über das Objekt

Historischen Quellen zufolge diente der alte Gasthof „Zur Post“ im Landkreis Biberach aus dem Jahr 1765 einst als Poststation, Brauerei und Herberge für Reisende. Um den Ortskern zu beleben, entschied sich die Stadt Eberhardzell für eine Sanierung des historischen Bestands. Heute lassen sich Unter- und Erdgeschoss öffentlich nutzen; im Ober- und Dachgeschoss sind sechs Wohnungen entstanden. Trotz strenger Bestimmungen im Denkmalschutz konnten im Rahmen der Dachsanierung moderne Dachflächenfenster umgesetzt werden. Das Verschattungssystem von Baier versteckt mithilfe von farbig angepassten Aluminiumlamellen die Fenster optisch. ​

Architekt

JaKo Baudenkmalpflege GmbH

Bereich

Wohnen

Ausführung

2020

Ort

Eberhardzell

JaKo Baudenkmalpflege GmbH © CB-RACK-Fotografie

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Modernes Wohnen im historischen Ambiente

Im Zentrum der kleinen Gemeinde Eberhardzell mit 4.000 Einwohnern steht das denkmalgeschützte Gebäude „Zur Post“ aus dem Jahr 1765. Einst Juwel der Stadt, verfiel es nach einem Eigentümerwechsel zusehends. Um den Ortskern wiederzubeleben, entschloss sich die Gemeindeverwaltung zur umfassenden Sanierung des Gebäudes. Jako Baudenkmalpflege, Spezialist für Sanierungen in historischer Bausubstanz, bekam den Zuschlag für die umfangreiche Restauration. Fördergelder machten die Finanzierung möglich. Heute beherbergt das Gebäude im Unter- und Erdgeschoss öffentlich nutzbare Seminar- und Veranstaltungsräume. In den oberen Stockwerken befinden sich sechs moderne Wohneinheiten im historischen Gemäuer.

Dachflächenfenster mit Verschattung im Kulturdenkmal

Um die Wohnraumfläche des Gebäudes maximal zu nutzen, wurde der Wohnraum bis unter das Dach geplant. Heute sorgen hier weißverputzte Wände, freigelegtes Eichenholz-Gebälk und eine eingezogene Empore für gemütliches Ambiente in den offen gestalteten Wohneinheiten. Dachgauben und moderne Dachflächenfenster stellen sicher, dass die Bewohner unter dem Dach von Tageslicht profitieren. Für zuverlässigen Blend- und Sonnenschutz an den Dachfenstern sorgt eine funktionelle Verschattung aus starren Aluminium-Lamellen.

JaKo Baudenkmalpflege GmbH © CB-RACK-Fotografie

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Bewährte Zusammenarbeit zwischen JaKo und Baier

Im Denkmalschutz sind die Herausforderungen vor allem bei Dachsanierungen hoch: Denn neue Dachflächenfenster werden nur dann zugelassen, wenn sie die historische Ansicht nicht verändern und müssen nach strengen Vorgaben des Denkmalschutzes geplant und umgesetzt werden. Um eine zügige Genehmigung bei den Behörden zu erwirken, vertraute JaKo Baudenkmalpflege einmal mehr auf die bewährte Zusammenarbeit mit den Sonnenschutzexperten der Baier GmbH. Der Grund: Baier hat in Zusammenarbeit mit den Behörden ein außenliegendes Verschattungssystem entwickelt, das sich in die Dacheindeckung integriert und erst auf den zweiten Blick zu sehen ist. Der Sonnen- und Sichtschutz kommt bereits bei früheren gemeinsamen Projekten zum Einsatz.

Dachfenster plus Verschattung im Denkmalschutz

Damit im Denkmalschutz Fenster wie aus einem Guss entstehen, lassen sich Sonnenschutzlamellen von Baier für zahlreiche Dachfenster-Typen und anfertigen, auf Wunsch und gegen einen Aufpreis ebenfalls in Kupfer. Im Fall des Satteldachs bei der „Alten Post“ wurden 12 Dachflächenfenster integriert und Z-Aluminium-Lamellen auf einem beweglichen Metallrahmen montiert. Weil die Lamellen exakt der Dachneigung folgen, verhindern sie eine Spiegelung der Fensterscheibe; auch die Beschichtung der Verschattung wurde an das neu eingedeckte Biberschwanzdach angepasst. Auf diese Weise entsteht vom Straßenniveau der Eindruck einer geschlossenen Dachfläche.

Gut zu wissen: Biberschwanzziegel sind oft halb geformte Dachziegel, doch es gibt sie auch in anderen Formaten, unterschiedlichen Oberflächen, Deckarten und Farben. Die Beschichtung der Sonnenschutzlamellen von Baier lässt sich je nach Optik der Biberschwanzziegel individuell anpassen.

JaKo Baudenkmalpflege GmbH © CB-RACK-Fotografie

JaKo Baudenkmalpflege GmbH © CB-RACK-Fotografie

Vorteile der Lamellenverschattung

Trotz der Denkmalschutzbestimmungen bringt die Lamellenverschattung zahlreiche Vorteile für die Bewohner der Dachgeschosswohnungen. Komplettes Abdunkeln an heißen Tagen ist nicht erforderlich, denn der außenliegende Sonnenschutz verhindert mit seinen Lamellen das Aufheizen der Wohnräume. Gleichzeitig sorgt das spezielle Verschattungssystem für genügend Tageslicht und schafft je nach Sonnenstand sanfte Lichtspiele im Raum. Auch nach draußen schauen kann man trotz des Sonnenschutzes. Und zum Schlafen können innenliegende Rollos oder Plissees für abgedunkelte Räume sorgen.

Denkmalgeschützte Gebäude mit Baier sanieren

Ob als sichtbare Designelemente oder dezente Dachfenster plus Verschattung im Denkmalschutz: Moderner Sicht- und Sonnenschutz wird im modernen Hausbau immer beliebter. Die Planung, Fertigung und Montage der langlebigen Systeme setzt Know-how und langjährige Erfahrung voraus. Baier bringt beides mit.

Sprechen Sie uns an, wenn auch Sie ein Projekt im Denkmalschutz verwirklichen wollen.

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