Stadtarchiv Amberg

Über das Objekt

Eines der ältesten Dokumente des Stadtarchivs Amberg stammt aus dem Jahr 1269 – die Dokumentation der Stadtrechte. Seitdem wuchs die Sammlung und blieb vor Schäden und Verlusten geschont. Heute gilt das Archiv der Stadt Amberg als ein eins der bedeutendsten Stadtarchive Bayerns.

Die Idee lag nahe, die wertvolle Sammlung in einem der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt unterzubringen: dem kurfürstlichen Wagenhaus von 1615. Das Gebäude mit imposantem Schmuckgiebel prägt das Gesicht der Altstadt. Doch nach einer langen Zwischennutzung als Nebengebäude der Schießl-Brauerei stand das Gebäude leer und verfiel zusehends.

Architekt

gildehaus.partner architekten mbB BDA

Bereich

Büro & Verwaltung

Ausführung

2017

Ort

Amberg

Faltscherenläden unterstützen neue Nutzung im historischen Bestand

Damit das denkmalgeschützte Gebäude die hohen Anforderungen an Archivräume gerecht wird, war ein architektonischer Kraftakt erforderlich. Die historische Bausubstanz und die neue Nutzung mit ihren hohen qualitativen und funktionalen Ansprüchen mussten eine Einheit werden.

Das Team von gildehaus.partner architekten entschieden sich für eine Haus-in-Haus-Lösung. Sie stellten einen zweigeschossigen Baukörper in das alte Gemäuer.

Die Aufgabe: Passender Sicht- und Sonnenschutz in denkmalgeschütztem Umfeld

Die Nutzer betreten das Archiv durch die alte Hofmauer und gelangen in das neu errichtete Eingangsgebäude. Neben dem Foyer sind hier der Lesesaal und die Verwaltung untergebracht. Da der neue Baukörper die Nische zwischen Wagenhaus und Nachbarbebauung ausfüllt, war nur eine Belichtung über die Innenhof-Fassade möglich.

Auch der Innenhof trägt den modernen Anforderungen Rechnung. Der Freibereich wird als kleiner Parkplatz genutzt. Um die Privatsphäre der Lesenden und Archiv-Mitarbeitenden zu schützen, war ein Sichtschutz notwendig. Er sollte gleichzeitig auch direkte Sonneneinstrahlung abschirmen, die beim Lesen und bei der Computerarbeit blenden kann.

Stadtarchiv Amberg

© gildehaus.partner

Stadtarchiv Amberg

© gildehaus.partner

Die Lösung: Filigraner Faltscherenladen als außenliegende Fensterverkleidung

Die Objektverantwortlichen von gildehaus.partner architekten beschreiben die Herausforderungen, die so eine Umnutzung mit sich bringen: „Die Einordnung der neuen Funktion in ein historisch bedeutsames und stadtbildprägendes Gebäude ist mit Konflikten verbunden. Die Lösung dieser Konflikte und auch der Weg zu dieser Lösung waren eine anspruchsvolle Aufgabe für alle Beteiligten.“

Gut, wenn man sich bei der Planung und Umsetzung auf zuverlässige und kompetente Partner verlassen kann. Daher fiel die Wahl bei der Realisierung des Sicht- und Sonnenschutzes aus Baier.

Der Experte für bewegliche Sonnenschutzanlagen verfügt nicht nur über ein tiefgreifendes Know-how, sondern auch über das notwendige architektonische Bewusstsein für eine solche Herausforderung.

Individuell und stufenlos verstellbar

Für die Anlage am Stadtarchiv Amberg entwickelte und fertigte Baier Faltscherenläden statt der üblicheren Schiebefaltläden. Bei Faltscherenläden werden die Sonnenschutzelemente oben und unten auf Scherengittern geführt.

  • Wie Schiebefaltläden stehen sie im komplett geöffneten Zustand rechtwinklig zur Fassade. Ähnlich einer vertikalen Jalousieverschattung kann bei Faltscherenanlagen der Öffnungswinkel nach Bedarf eingestellt werden. Individuell und stufenlos kann so der Einfall von Tages- und Sonnenlicht reguliert werden. Das Rauminnere wird vor unerwünschter Aufheizung geschützt. Der Schattenwurf der Streckmetallläden sorgt neben den angenehmen Temperaturen mit seinen interessanten Lichtstimmungen für ein entsprechendes Wohlfühlambiente.

Gemeinsam bauliche Konflikte lösen

Baier entwickelte und fertigte für Amberg zwei vierflügelige und eine sechsflügelige Anlage, die perfekt auf die Anforderungen am anspruchsvollen Objekt abgestimmt sind.

  • Auch halb geöffnet bieten Faltscherenläden einen wirksamen Schutz vor Sonne, Wind und unerwünschten Blicken.
  • Die schmalen Faltscherenladenelemente sparen Platz durch ihre geringe Ausladung. Dadurch kann der kleine Innenhof effektiver genutzt werden.
  • Zusammen mit der Füllung aus Streckmetall mit Maschenabmessungen von 28x9x2 mm entsteht eine sehr filigrane Optik, die sich gegenüber dem denkmalgeschützten Altbau zurücknimmt.
  • Dennoch wird die Funktion voll erfüllt, sodass Nutzende und Mitarbeitende im Gebäude ungestört lesen und arbeiten können.
  • Eine motorische Steuerung per Schalter aus dem Gebäudeinneren heraus komplettiert den Komfort.

Umlaufende Zarge aus Aluminiumblech

Doch Baier integrierte die Sonnen- und Sichtschutzanlagen nicht nur konzeptionell in die Architektur. Sie sind buchstäblich Teil der Fensterkonstruktion. Die drei Anlagen sitzen jeweils in einer umlaufenden Zarge aus Aluminiumblech. Sturzverkleidung und Fensterbank sind mit der oberen bzw. unteren Führung kombiniert.

Die gesamte Konstruktion inklusive Laden und Füllung ist einheitlich in perlbeige beschichtet. Der dezente Farbton trägt zum harmonischen Gesamtbild bei.

Das Objekt Stadtarchiv Amberg zeigt, dass kleine und feine Details oft eine große Wirkung entfalten können. Baier löste die bestehenden baulichen Konflikte, indem gemeinsam mit den Planenden an einem Strang gezogen wurde.

Wenn auch Sie auf der Suche nach einem kompetenten Partner für beweglichen Sonnenschutz sind, rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.

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