Verwaltungsgebäude fischer group

Über das Objekt

Auf der Suche nach einem Standort für das neue Verwaltungsgebäude entschieden sich die Verantwortlichen der fischer group für ein dreieckiges Baugrundstück auf dem Firmengelände in Achern.

Das Gebäude sollte das Grundstück mit der ungewöhnlichen Form komplett ausfüllen. Gestalterische Aufgabe war die Übersetzung der Unternehmenswerte wie Transparenz und Expertise in der Metallverarbeitung in Architektur.

Architekt

Hulverscheid+Kindler GmbH

Bereich

Büro & Verwaltung

Ausführung

2019

Bauherr

Hulverscheid+Kindler GmbH

Ort

Achern

Umlaufende Glasfassade für dreieckiges Verwaltungsgebäude

Der Grundriss des Gebäudes entspricht einem gleichschenkeligen Dreieck mit den Kantenlängen 39 x 39 x 55 Metern. Das Planungsteam von Hulverscheidt und Kindler entschied sich für eine umlaufende Pfosten-Riegel-Fassaden in allen drei Geschossen. Die Fassade im Erdgeschoss ist dabei um ca. einen Meter zurückversetzt. Die Höhe der raumhohen Glasfassade beträgt im 1. und 2. OG jeweils 4 Meter, im EG 4,5 Meter.

Die Verantwortlichen legten besonderen Wert auf die Gestaltung der Fassade:

  • An den spitzen Eckendurften keine Profilquerschnitte zu sehen sein.
  • Der Versprung im Fassadenraster durch den Versatz im EG musste gestalterisch kompensiert werden, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen.

In Höhe der Geschossdecken kragt ein horizontaler Sonnenschutz aus. Er läuft ebenfalls um das komplette Gebäude und ist in der Unternehmensfarbe rot gehalten. Darin integriert ist ein zusätzlicher temporären Sonnenschutz.

Architektonisches Gespür trifft statisches Know-how

Für die Umsetzung der gestalterisch wie konstruktiv herausfordernden Glasfassade vertrauten die Ingenieure von Hulverscheidt und Kindler auf den Metallbauexperten Baier. Bereits beim Umbau einer Fabrikhalle in ein Bürotrakt für die Vogt Plastic GmbH war es zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit gekommen.

Vogt-Plastic

Baier hatte bei dem maßgeschneiderten verglasten Dachfirstreiter wie auch in vielen weiteren Projekten architektonisches Gespür und baukonstruktive Expertise beweisen. Beides war auch bei der Glasfassade für das Bürogebäude gefragt.

Das ist spitze – Fassadendetail für spitzen Winkel

Besonderes gestalterisches Augenmerk lag auf den Ecken. Hier sollten keine Profilquerschnitte der Pfosten und Riegel zu sehen sein. Im Hause Baier wurde ein Detail entwickelt, das die Ecke im spitzen Winkel auslaufen lässt.

Ein Stahlrohr wurde vor den Stoß der beiden Pfosten gestellt und an den Querriegeln befestigt. Das Rohr ist mit einer dreieckigen Metallschalung versehen, die in der gleichen Ebene liegt, wie die Fassadenpfosten. Der Hohlraum zwischen Ummantelung und Rohr ist wärmegedämmt.

Schema F verlassen – Harmonisches Fassadenraster trotz Rücksprung

Eine weitere gestalterische Herausforderung, die von Baier bereits in der Planungsphase gelöst werden musste, war die Rasteraufteilung der Fassade. Durch den Rücksprung der EG-Fassade um einen Meter würden bei starrem Durchhalten des Rasters die vertikalen Achsen nicht durchlaufen.

Die Konstrukteure von Baier verschoben die entsprechenden Fassadenpfosten aus dem Raster, sodass sie über die gesamte Gebäudehöhe in einer Flucht waren. Das Ergebnis ist ein harmonisches Bild der Gebäudehülle.

Kein Kraftakt – Konstruktion und statische Berechnung aus einer Hand

Die Lösung der beiden gestalterisch kritischen Punkte – Eckausbildung und Fassadenraster – hat natürlich direkte Auswirkungen auf die Konstruktion und die Statik der Fassade. Als Experte für Metallfassaden lieferte Baier hier ein „Rundum-Sorglos-Paket“ ab.

Neben der fachmännischen Konstruktionsplanung erstellte Baier auch die statische Berechnung. Dabei wurden die Nachweise für das Glas, die Dübel, Pfosten und Riegel sowie für die Eckanbindung geführt.

Das Eckdetails mit der Kombination von ummanteltem Metallrohr, Eckpfosten und Befestigung an den Querriegeln machte eine besondere statische Betrachtung notwendig. Die an den Ecken auftretenden Horizontalkräfte durch Winddruck und -sog wurden auf die Querriegel aufgebracht und die Verformungen an den beiden betreffenden Pfosten betrachtet.

Durch die biegesteife Eckausführung in Verbindung mit den Querriegeln stellt die Fassadenkonstruktion insgesamt statisch gesehen ein Fachwerk da.

Die Befestigung der Fassade erfolgte an jedem Pfosten – sowohl am Fuß- als auch am Kopfpunkt. Befestigt wurde direkt am Rohfußboden bzw. der Rohdecke. Am Fußpunkt wurde der Pfosten mit einem Festlager, am Kopfpunkt mit einem Schiebelager montiert.

Die Konstruktion wurde mit einem Sonnenschutzglas von Solarlux verglast. Trotz des im Glas enthaltenen Sonnenschutzes war eine zusätzliche Beschattung notwendig. Sie wurde optisch unauffällig in die im Bereich der Geschossdecke umlaufende Vordach-Konstruktion integriert. Die Befestigung der temporären Verschattung erfolgte über Stehbolzen auf dem Fassadenpfosten.

Früh lohnt sich – Fassadenplanung durch den Experten

Die Fassadengestaltung und -planung für das neue Verwaltungsgebäude der Fischer Group zeigt, wie wichtig es ist, bereits frühzeitig den Kontakt zu Experten wie Baier zu suchen. Sie kennen die Knackpunkte – und deren Lösung.

Wenn auch Sie ein Bauvorhaben mit einer gestaltprägenden Glasfassade haben, zögern Sie nicht uns kontaktieren. Wir stehen Ihnen bereits in einem frühen Planungsstadium zur Seite, damit Sie exakt die Fassade erhalten, die Sie sich vorstellen, inklusive Statik und kritischer Details.

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